Wildenspring

Wildenspring

So wurde die Lage Wildensprings von Ortsbürger Eduard Klett (1867 - 1861) geschildert.

"Vom Walde, eine Stunde Fußweg von der Bahnstation Zirkel im Schwarzatal nach dem kleinen Dorf Wildenspring, führt es den Wanderer durch das wildromantische Junkertal. Talaufwärts geht der Weg; links und rechts an großen Waldbestand mit Nadelholz vorbei, in dem die gefiederten Sänger in den wärmeren Jahreszeiten den Wanderer durch ihre Melodien begrüßen und erfreuen. Zeigt sich die Waldlichtung, so steht er auch gleich am Ortseingang. In einer Talmulde, zwischen den Flurteilen Beerberg links und Milchberg rechts liegt der Ort, stark ansteigend bis oben zum Ortsausgang.

Diese bezeichneten Berge werden wohl schon seit Jahrhunderten als Feld und Wiesengrundstücke bebaut und sichern den Einwohnern die Ernährung durch Kartoffel-- und Getreideanbau."

 

Als "Welmsprink" wurde Wildenspring mit der Urkunde von 1370 erstmals urkundlich erwähnt. In der Geschichte des Ortes spielte der Spatabbau und die Weberei - später auch die Glasbläserei - eine große Rolle.

Blick ins Junkertal nach Wildenspring  Foto Heike Bluhm

 

Den Mittelpunkt des Dorfes bildet das alte Rittergut, dessen Lehensherren zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Herren von Wüllersleben waren. 1459 wurde Magnus von Holleben damit belehnt und im Besitz der Familie Holleben blieb das Gut bis 1945. Das Rittergut, welches heute das Ortsbürgermeisteramt, einen Seniorenraum, die Heimatstube und einen kleinen Betrieb beherbergt, zeugt nicht von einer gewinnbringenden Landwirtschaft, wohl aber von ertragreichen, ausgedehnten Waldungen, die zu den schönsten im Lande gezählt wurden. Dies macht auch die weitere Bezeichnung "Waldgut" für das Anwesen erklärbar.

 

 

Wildenspring ehem. Rittergut Foto Angelika Schier

 

Kulturell wirken die Mitglieder des Heimatvereines sehr engagiert. Zu den Veranstaltungen zählen Heimatabende, Tanzstunden, seit letztem Jahr auch ein Weihnachtsmarkt und das traditionelle Blaubeerfest immer Ende Juli.
In diesem Jahr wollten die Einwoher und Gäste das 650jährige Bestehen der ersten urkundlkichen Erwähnung feiern.
Das wird nun auf das kommende Jahr verschoben.

 

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